Turnen und Sport an deutschen Hochschulen

Aus Hochschulgeschichte
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Herausgeber (Vorwort): Kommilitonen!
Seite Inhalt Anmerkungen
V
  1. Alkoholkonsum
  2. Intellektualismus ohne Bewegung
  • 1909 waren nur 30% der Studentenschaft "militärtauglich"
  • Woher kommt die Zahl "30%" und was bedeutet "militärtauglich" zu jener Zeit?
VI
  • Ziel des Turnens:
  1. Gesundheitsfördernd
  2. Freundschaft
    "reiner als die in dumpfer Kneipe bei plattem Bierbankgeschwätz geschlossene"
VII Turnen "auch heute noch national wie zu Jahns Zeiten"
VIII "Gewiß, es wird anfangs schwer sein, Euch von der altgewohnten Biertischgemütlichkeit loszureißen (...)"
Karl Lamprecht: Spiel, Turnen, Sport.
1
  1. Einfaches Spiel statt "Schuften im Vergnügen"
  2. Turnen zur Disziplineinübung
  • Was konkret beinhaltet "Turnen"?
2 3. Sport ohne übertriebener Wettkampffokus
Ferdinand Goetz: Das Turnen und die Studenten.
Der Inhalt wurde nachgedruckt aus dem Buch "Im Dienste des Vaterlandes und der deutschen Volkskraft" und war von 1859 (!)
3
  • Jahn rief das Turnen ins Leben und es waren zunächst Studenten, die es ins Volk hineintrugen
  • Allen voran waren es die Burschenschafter, die bestrebt waren "die deutsche Volkskraft (...) zur Entwicklung zu bringen"
  • Jahn blickte gerne auf die Burschenschaften, "daher sah er so gern die roten Mützen bei sich in Freyburg einkehren"
  • "Das Unterdrücken und Verfolgen der Burschenschaften und des Turnens, jener edle Dank für die ... --> S.3
  • Was genau meint hier "die roten Mützen"?
4
  • S. 3 <-- ...Erhebung des deutschen Volkes, gab der Turnerei einen tief verwundeten Stoß."
  • Burschenschaften haben das Turnen geheim weiter betrieben
  • "das einstige Kind des akademischen Lebens haben sie eine Weile gehegt und gepflegt, - dann wurden sie immer lauer, bis das Kind von den Vätern sich abwandte und dem ganzen deutschen Volke sich ans Herz legte."
  • Goetz sah die Entwicklung hin zum Volksturnen gut, "tief aber müssen wir es beklagen, daß ein so großer und edler Teil der Jugend, wie die akademische, dem Turnen so fern bleibt (...)"
  • "Wer viel studiert und sitzt, ... --> S. 7
5 Turnfest Coburg 1860 red.jpg
7
  • S. 4 <-- ...bedarf vor allem der körperlichen Kräftigung, und wer nicht viel studiert, hat allemal Zeit zum Turnen."
8
  • "möchte die studierende Jugend es erkennen, daß die geistige und körperliche Entwicklung Hand in Hand gehen müssen"
F. A. Schmidt: Gymnastik und Kunst. (nicht von Interesse für mein aktuelles Forschungsinteresse)
Carl Partsch: Student und Leibesübung.
16
  • "oft genug nimmt auch jene [Zeit] noch mit nichtigen Dingen, mit offiziösen und offiziellen Veranstaltungen die Zeit über Gebühr in Anspruch, so daß zu anderen nützlichen Dingen nicht viel davon übrig bleibt."
  • Der Argumentation pro Turnen geht es auch darum, die frei Zeit neben dem anspruchsvollen Studium sinnvoll in die Physis des Körpers zu stecken
18
  • Fort muß endlich einmal das Bild, mit dem unsere Witzblätter den deutschen Studenten zeichnen, der dicke Wanst und das aufgeschwemmte, von Schmissen entstellte Gesicht."
  • "was bislang der Student an Leibesübungen treibt (...) ist fast ausschließlich auf das Fehten beschränkt, eine, wenn auch ritterliche, aber doch einseitige Körperübung (...)"
  • "Zentralausschuß für Volks- und Jugendspiele hat... --> S. 19
  • Die Argumentation pro Turnen ist auch stark gegen den Alkoholkonsum der Korporierten gerichtet
19
  • S. 18 <-- ...schon seit langem sich bemüht unter den Studierenden die Lust an Bewegung (...) zu wecken"
  • "Das Rudern führt (...) in Reize der Landschaft"
  • "Schade nur, daß noch nicht alle Hochschulen im Besitze eigener Turnstätten sind (...)"
  • Welche Unis haben denn zu diesem Zeitpunkt schon eigene "Turnstätten"?
Hermann Raydt: Was will der Zentralausschuß von den Studierenden?