Aktion wider den undeutschen Geist: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 27. Januar 2019, 14:16 Uhr



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Die Aktion wider den undeutschen Geist war eine reichsweit von der Deutschen Studentenschaft geplante, organisierte und dann dezentral durchgeführte Propaganda-Aktion zur Zerstörung vermeintlich antideutscher Literatur.

Geschichte

1. Phase: Planung (April/Mai)

Intitiatoren

Am 1. April begann der offizielle Judenboykott, am Folgetag kam die Idee auf, dies auf das akademische Gebiet zu übertragen.[1]

Die Umsetzung erfolgte durch die Deutsche Studentenschaft. Zwischen dieser un dem Propagandaministerium gab es nur zwei Kontakte: Die Geldbewilligung und am 9.4.1933 durch die offizielle Anfrage an Goebbels.[2]

Planung

Vorbereitungsmaßnahmen

Die Büchereintreibung bei den Buchhändlern steiß auf juristische Bedenken[3], die selbst die Deutsche Studnetenschaft nicht bereit war zu "decken". Sie musste sogar feststellen, dass eine "einheitliche Regelung für das gesamte Reichsgebiet" durch die DSt nicht zu erreichen war.[4]

2. Phase: Aktion (Mai)

→ Berlin | Bonn | Breslau | Darmstadt | Erlangen | Gießen


3. Phase: Nachträgliche Aktionen (ab 10. Mai)

Insgesamt gab es 30 Bücherverbrennungen durch die [DSt]] und 31 durch die HJ.[5]

Erinnerungskultur

Überblick

Datum Ort Ausschuss Veranstalter Redner Bücher Anmerkungen
1933-05-10 Berlin Kreis X der DSt Alfred Baeumler, Fritz Hippler, Herbert Gutjahr, Josef Goebbels, Hanskar Leistritz 25.000 Hauptartikel Aktion wider den undeutschen Geist (Berlin)
1933-05-08 Gießen Stud. Adam Hauptartikel Aktion wider den undeutschen Geist (Gießen)

Siehe auch

Quellen und Literatur

In der Zeitschrift des Kartells jüdischer Verbindung wird nichts zur Bücherverbrennung mitgeteilt.
  • Saremba, Katharina: ‚Wider den undeutschen Geist‘, Bücherverbrennungen im ‚Dritten Reich‘ und ihre Berichterstattung in den österreichischen Medien (= Diplomarbeit), Wien 2009.PDF

Endnoten

  1. ↑ Laut Werner Treß an einem Vortrag zur Bücherverbrennung an der HU.
  2. ↑ Laut Werner Treß an einem Vortrag zur Bücherverbrennung an der HU.
  3. ↑ U.a. in Breslau
  4. ↑ Brief von Hanskar Leistritz an die Breslauer Studentenschaft: Bundesarchiv, Akten der DSt, I * 21 C 14/3, Bl. 77. Hier nach Die Bücherverbrennung, S. 186.
  5. ↑ Laut Werner Treß an einem Vortrag zur Bücherverbrennung an der HU.